Altes AKW Beznau sorgt für Sorge in Süddeutschland
Das Schweizer Atomkraftwerk Beznau steht nur wenige Kilometer von der deutschen Grenze entfernt – und ist eines der ältesten aktiven Kraftwerke weltweit. Mit über 50 Jahren Laufzeit gilt es als technisch überholt, immer wieder berichten Fachleute von Rissen im Material und altersbedingter Abnutzung. Sollte es zu einem Störfall kommen, könnten Millionen Menschen in Baden-Württemberg und Bayern betroffen sein. Die radioaktive Belastung würde sich nicht an nationale Grenzen halten, berichtet Energie Klar.
Umweltschützer fordern deshalb die sofortige Stilllegung des Werks. Sie sehen das Restrisiko als untragbar – insbesondere, weil alternative Energiequellen zunehmend verfügbar sind.
Schweiz plant Ausstieg – aber zögerlich
Zwar verfolgt auch die Schweiz langfristig das Ziel, aus der Atomkraft auszusteigen, doch konkrete Stilllegungen verlaufen schleppend. Das AKW Beznau ist weiterhin in Betrieb, trotz wachsender Kritik an Sicherheitsstandards und mangelhafter Informationspolitik. Besonders von deutscher Seite wird mehr Transparenz und eine engere Überwachung grenznaher Anlagen gefordert.
Fachleute raten dringend zu umfassenden Notfallplänen auf beiden Seiten der Grenze. Der Fall Beznau zeigt, wie grenzüberschreitend die Risiken alter Atomtechnik sind – und wie groß der Handlungsdruck inzwischen ist.
